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Sonntag 07.02.2010 17.30Uhr
TSG Ketsch - TVEÂ 27:29
Starke Abwehr ermöglicht AuswĂ€rtssieg âDen lieb ich, der Unmögliches begehrtâ, sagt Manto in Faust II von J. W. v. Goethe und wenn es sich auch nur um das Landesligaspiel der TSG Ketsch gegen den TV Eppelheim handelt und das Klassikzitat damit ein wenig hoch gegriffen erscheint, so war die Konstellation vor dem Spiel durchaus so, dass die GĂ€ste als AuĂenseiter bei der Spitzenmannschaft auf dem Papier eigentlich keine Chance hatten. Dass trotz des Fehlens des erkrankten Sebastian DĂŒrr und des schulisch unabkömmlichen Daniel Schweizer ein 27:29 (8:14) Sieg gelang, hĂ€tte sich auf Eppelheimer Seite niemand trĂ€umen lassen, aber Leo Paramonov, der listige Trainerfuchs, stellte seine Mannschaft mit einer 5:1 Deckung, in der Florian Hoffmann eine brillante Spitze spielte, genau richtig auf den sonst so gefĂŒrchteten RĂŒckraum der Hausherren ein.
Schon in den Anfangsminuten bissen sich die Ketscher immer wieder an der Deckung fest und zwei daraus resultierende Ballverluste nutzte âFloâ, Eppelheim ging nach 11 Minuten erstmals mit zwei Toren in FĂŒhrung (3:5). Nun begann die stĂ€rkste Phase der GĂ€ste, es gelangen klug heraus gespielte Tore durch Föhr, Stroh und Hoffmann, und plötzlich stand es 6:13, auch deshalb, weil Martin Kriechbaum bei den 7-Meter-WĂŒrfen der Ketscher fĂŒr den sehr gut haltenden Marcel Reif ins Tor wechselte und hintereinander zwei StrafwĂŒrfe entschĂ€rfte. Das war die Basis fĂŒr einen 6-Tore Vorsprung bei Halbzeit.
Wieder auf dem Parkett machten die Ketscher unheimlichen Druck und weil den GĂ€sten in dieser Phase allein 4 technische Fehler unterliefen, stand es im Nu 13:15, das Spiel drohte erstmals zu kippen. Doch durch Tore von Stroh, Erb und Förch war schnell wieder ein scheinbar beruhigender Vorsprung von 15:19 herausgeworfen. Da mussten Julius Tervoort und eine Minute spĂ€ter Florian Hoffmann eine Zeitstrafe absitzen, was Ketsch nutzte und auf 18:19 aufschloss. Wieder zeigten die Eppelheimer, dass sie nicht gewillt waren, klein beizugeben, 9 Minuten vor Spielende fĂŒhrte man wieder 19:24 und dieser Vorsprung wurde nun mit Klauen und ZĂ€hnen verteidigt, nĂ€her als auf zwei Tore kam Ketsch nicht mehr heran, der unerwartete AuswĂ€rtssieg war unter Dach und Fach.
Jeder der Spieler hat seinen wesentlichen Anteil an diesem Erfolg. Beide TorhĂŒter, in der 2. HĂ€lfte kam auch Martin Kriechbaum zum Einsatz, zeigten sich von ihrer besten Seite. Die Abwehr stand mit einem ganz stark aufspielenden Julius Tervoort im Mittelblock hervorragend und im Angriff suchte der RĂŒckraum ĂŒberlegt seine Chance. Sogar die Knieverletzung von Hannes Stroh in der 2. HĂ€lften wurde kompensiert, nun fĂŒhrte Janek Förch Regie und Robin Erb rĂŒckte auf die Königsposition. Ăber 50 % der Angriffe wurden erfolgreich abgeschlossen, auf dieser Quote lĂ€sst sich aufbauen, wenn sich der Abwehrverband weiter so zu stabilisieren vermag. Weitere Siege sind dann kein unmögliches Begehren. (we)
TSG Ketsch: Grebesich, Knobloch; Heckmann (4/2), Steinmann, Angstmann (9/1), Schenk (2), Buse (4/2), Kemptner (4), Förster (2), Bierruth (1), Bekyigit, Moore (1)
TVE: Reif, Kriechbaum; Förch (2/1), Dienemann (2), M. Hofmann (2), Stephan, F. Hoffmann (6), Tervoort (2), Föhr (2), Erb (7/4), Stroh (6/2), Sauter
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